NNB Numismatisches NachrichtenBlatt  
 

 

Der Gründung des "Verbandes der westdeutschen Münzvereine" 1951 folgte 1952 die erste Nummer des NUMISMATISCHEN NACHRICHTENBLATTS.

 
 

 

Damit war eine Zeitschrift aus der Taufe gehoben, die sich von Anfang an als Bindeglied zwischen allen Gruppen in der weiten Welt der Numismatik verstanden hat und diese Rolle bis heute ausfüllt.

 

"Es ist das Bemühen der Schriftleitung, zwischen Sammlern und Händlern, Vereinen, Kabinetten und Archiven ein Mittler zu sein", so schreibt K. Kennepohl im Geleitwort der allerersten Nummer.

 

Das NNB erfuhr in über 60 Jahren einige Umgestaltungen, die nicht nur der Modernisierung des Erscheinungsbildes, sondern auch einigen konzeptionellen Verbesserungen dienten.

 

Seit 1996 gibt es das NNB in der heutigen Form. Alle Mitglieder der Vereine, die der Deutschen Numismatischen Gesellschaft angehören, erhalten das informative und aktuelle NNB monatlich frei Haus zugeschickt.

 

NNB 01/1952

 

  Aktuelles NNB - Heft 7/2017    
       
 

Die Themen:

 

  • Geldmuseum in der Römerstadt Xanten eröffnet
  • Thomas Uhlmann: Die Sammlung Richard Schlösser im Museum August Kestner, Hannover
  • 14. Deutsches und 25. Mitteldeutsches Münzsammlertreffen 2017 in Erfurt
  • 62. Norddeutsches Münzsammlertreffen
  • 20-€-Sondermünze „275 Jahre Gewandhausorchester“
  • Philipp Schwinghammer: Münzen entlang der Weihrauchstraße
  • INschrift - ABschrift - TRUGschrift

    Bild- und Schriftinformationen als Mittel der Legitimation und Akzeptanz von Zahlungsmitteln in vormodernen Gesellschaften

    Workshop vom 25. bis 27. September 2017.
  • Vereinsnachrichten
  • Kurznachrichten
  • Euro: Fakten - Informationen - Meinungen
  • Termine: Auktionen, Ausstellungen, Münzbörsen, Tagungen
  • Fachliteratur

 

   NNB-Titelseite 7/2017
       

 

  Leseprobe Heft 1/2017, S. 5 f.
 
 

 

Friedrich Kraus (Darmstadt 1848-1916)

Münzmeister auf drei Kontinenten

 
Gunter Quarg

Während Friedrich (Fritz) Kraus in der Darmstädter Stadtgeschichte als letzter großherzoglich-hessischer Münzmeister (1872-1882) erwähnt und sein internationales Wirken kurz angedeutet wird,' ist er unter den heutigen Numismatikern und Münzsammlern außerhalb seiner Heimat so gut wie unbekannt. Den Zeitgenossen war er freilich einen Nachruf in den „Blättern für Münzfreunde" wert' und sein 100. Todestag bietet Gelegenheit, sich mit der erstaunlichen Karriere dieses vielseitigen Mannes erneut zu befassen. Friedrich Kraus wurde am 5. Juni 1848 in Darmstadt als Sohn des Hofgerichtsadvokaten Alexander Kraus geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er Chemie und Pharmazie an der Landesuniversität Gießen. Mit diesen Fächern hat er zunächst seinen Lebensunterhalt ganz und später noch teilweise verdient. Am Krieg gegen Frankreich 1870/71 nahm er' als Feldapotheker teil und erhielt dafür - das wird im Personalbogen ausdrücklich erwähnt - die Kriegsdenkmünze für Kombattanten (Abb. 1). Zur Laufbahn als Münzbeamter kam er durch seinen Großvater mütterlicherseits, den überregional angesehenen und technisch versierten Münzrat Hector Rößler (17791863, Münzmeister 1817-1862). Nachdem im Frühjahr 1872 in Darmstadt wie auch andernorts noch Münzen im alten Währungssystem (Gulden zu 60 Kreuzer zu 240 Pfennig) geprägt worden waren, erforderte die für das Deutsche Reich vorgeschriebene Umstellung auf Mark und Pfennig vermehrte Anstrengungen in allen Münzstätten der deutschen Bundesstaaten. Am 1. Oktober 1872 wurde Kraus als Assistent bei der in einem Bau von 1831 untergebrachten Darmstädter Münze am Mathildenplatz eingestellt. Vorgesetzter für die Münzbeamten war bis 1874 Ludwig Ewald, Geheimrat bei der Münzdeputation. Als erstes Nominal der neuen Währung prägte man 20-Markstücke (1872 H, Abb. 2) mit dem Porträt Ludwigs III. von Hessen. Nach der Probezeit musste Kraus eine spezielle Prüfung für das Münzfach ablegen, die er im Frühjahr 1875 mit der Note „Gut" bestand. Am 7. August desselben Jahres wurde er Münzmeister mit einem anfänglichen Jahresgehalt von 360 Mark; die freie Wohnung im Münzgebäude wurde mit zusätzlichen 300 Mark veranschlagt. In die ersten Amtsmonate dürfte die Ausgabe der großen Silbermünzen (5 Mark 1875 H, Abb. 3)6 fallen. Am 4. August 1880 war durch Dekret des Großherzogs Ludwig IV. (reg. 1877-1892) die Anstellung auf weitere zwei Jahre ausgedehnt worden. Diesen Zeitraum konnte Kraus nicht ganz nutzen, denn nach der Prägung eines 1-Mark-Stückes (1882 H, Abb. 4)7 stellte die Darmstädter Münze (gegr. 1618) ihren Betrieb im Februar 1882 vollständig ein. Ähnlich wie sein Onkel Friedrich Ernst Rößler (1813-1883), der mit der Gründung der Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt (Degussa, 1873) die Schließung der von ihm geleiteten Prägestätte in Frankfurt a.M. kompensiert hatte, musste sich auch Friedrich Kraus eine neue Betätigung suchen. Unter Rückgriff auf seinen erlernten Beruf des Chemikers übernahm er von 1882 bis 1885 die Leitung der Sahne Theodorshalle im Nahetal bei Bad Kreuznach.8 Das von Carl Theodor von der Pfalz (reg.1742-1799) errichtete Gradierwerk lieferte zunächst lediglich Koch-[ . . . ]

 

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Zeitenwandel

21. Deutscher Numismatikertag 2012 in Berlin

Die Themen:

Zäsuren der Geschichte im Spiegel der Münzen und Medaillen

  • Ein aufgeklärter Despot - regierte er denn gut? Thomas Mann über Friedrich den Großen
  • Bernd Kluge: Infame Münzen - damit der Staat sich hochhalten konnte. Zur Finanzierung des Siebenjährigen Krieges durch Friedrich den Großen
  • Lothar Tewes: Anhaltische Drittel und Sechstel königlich preußischer Münzpächter "Made in Bernburg und Harzgerode"
  • Elke Bannicke: Die Wiederherstellung der allgemeinen Glückseligkeit. Kolin und Leuthen - zwei Medaillen von 1757
  • Bernhard Weiser: Friedrich der Große im Jahr 2012

Numismatik in Berlin

  •  Bernd Kluge: Das Münzkabinett der staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
  • Michaeel Kunzel: Die Numismatische Sammlung der Stiftung Deutsches Historisches Museum Berlin
  • Dieter Engelmann: Die Numismatische Sammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin
  • Jürgen Pallokowski: Die Numismatische Sammlung des Historischen Konzernarchivs der KfW
  • Peter-Hugo Martin /Michael Gnatzky: Die Numismatische Gesellschaft zu Berlin gegr. 1843

21. Deutscher Numismatikertag Berlin - Vortragszusammenfassungen

  • Ute Wartenberg: An der Wiege der Münzen: Elektron als Geldmittel. Neue Wege der Forschung
  • Michael Alram: Von Artaban zu Ardashir. Der alte Iran im Umbruch
  • Arent Pol: Von der Antike ins Mittelalter. Die Merowingerzeit als Exempel eines Epochenwandel
  • Michael Lindner: Monetae principis - Medien aus Erz. Aufstieg und Niedergang der Ostmark (1156-1312)
  • Frank Berger: Der Preis der Kunst. Albrecht Dürer und sein Frankfurter Auftraggeber Jakob Heller
  • Konrad Schneider: Hatte das Reich noch eine Chance zur Gestaltung seiner Währung? Der Regensburger Reichsprobationstag 1736-1739 und die regionalen Geldsysteme
  • Wolfgang Steguweit: Medaillentag

 

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Krieg und Frieden

20. Deutscher Numismatikertag 2007 in Nürnberg

Die Themen:

  • Hermann Maué, Winfried Stein: Krieg und Frieden - 20. Deutscher Numismatikertag 2007 in Nürnberg
  • Hermann Maué: Eine Medaille von Helmut Zobl für Nürnberg
  • Hermann Maué: Nürnberg numismatisch
  • Winfried Stein: 125 Jahre Verein für Münzkunde e.V.
  • Arnold Schwede: Vom "Schlechten Geld" zum "Guten Geld" - Das Münzwesen in Ostwestfalen während des Dreißigjährigen Krieges
  • Friedrich Burrer: Das DFG-Projekt "Antike Kriegskosten" und seine numismatischen Implikationen
  • Bernd Kluge: Kriegsgeld im Mittelalter
  • Dietrich O. A. Klose: Die Münzen der jüdischen Kriege im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr.
  • Rainer Grund: Der Hubertusburger Frieden 1763 im Spiegel von Medaillen und Münzen
  • Dietrich Schmidtsdorff: Fünf Termine führten 200 Teilnehmer nach Nürnberg
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  IMPRESSUM  
 
  • Herausgeber: Deutsche Numismatische Gesellschaft.
  • Redaktion NNB: Dr. Rainer Albert, Hans-Purrmann-Allee 26, D-67346 Speyer, Tel. 06232 / 65050, E-Mail: albert-nnb[at]t-online.de
  • Anzeigenverwaltung: H. Gietl Verlag & Publikationsservice GmbH, Herr Fischer, Postfach 166, 93122 Regenstauf, Tel. 09402 / 9337-14, Fax: 09402 / 9337-24, E-Mail: kurt.fischer[at]gietl-verlag.de
  • Erscheinungsweise: monatlich
  • Bezug: Einzelabonnements nur durch die DNG. Bezugspreis des Jahresabonnements (Januar bis Dezember) € 27 (Ausland € 30) incl. Porto.
  • Abonnement-Zahlungen: erbeten auf das Konto Nr. 118902-674 der Deutschen Numismatischen Gesellschaft bei der Postbank Ludwigshafen, BLZ 545 100 67. IBAN DE63 54 51 0067 0118 9026 74, BIC PBNKDEFF
  • Kleinanzeigen: je Spaltenzeile € 2,50
  • Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe 8/2017: 3. Juli 2017
  • Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe 8/2017: 7. Juli 2017
  • Erscheinungstermin der Ausgabe 8/2017: 28. Juli 2017