Gesellschaft

1. Vorsitzender:
Dr. Karl Ortseifen

Zum Knechelsberg 7
55127 Mainz
Tel. (06131) 35806
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Sitzungen:

Von Januar bis Juni finden die Vorträge am 2. Freitag des Monats um 17:30 Uhr  im Erfurt-Zimmer des Mainzer Rathauses statt.

Wegen der beginnenden Sanierung des Rathauses werden die Veranstaltungen ab August in den Vortragssaal des Pfarrzentrums St. Peter, Petersstraße 3, verlegt, Beginn 17:15 Uhr

Der Umzug findet nicht - wie ursprünglich geplant - im Monat August statt, sondern erst im Monat November.

Aktuell

Aktuell:

 

11. Oktober 2019

Prof. Dr. Eckhart Pick: Ferdinand Korn aus Mainz, Medailleur und Münzmeister: Wahrheit und Legende

 

Vorschau :

8. November: Dr. Ulrich Klöppel, Aarbergen: Die Vogelmännchen aus dem Rheinland, eine Übersicht zu Scheers Serie 56

13. Dezember: Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

10. Januar 2020: Ludwig Kranz, Mommenheim: Faszination Antike - Erfahrungen eines begeisterten Sammlers

 

 

Programm

Jahresprogramm 2019

 

Von Januar bis Oktober finden die Vorträge am 2. Freitag des Monats um 17:30 Uhr  im Erfurt-Zimmer des Mainzer Rathauses statt.

Wegen der beginnenden Sanierung des Rathauses werden die Veranstaltungen ab August in den Vortragssaal des Pfarrzentrums St. Peter, Petersstraße 3, verlegt, Beginn 17:15 Uhr

 

11. Januar 2019

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Römische Verkehrswege im Lichte römischer Münzen“

 

8. Februar 2019

Mitgliederversammlung anschl. Kurzvortrag: Dr. Karl Ortseifen (Mainz): „‘Small Latin and less Greek‘ – über die Verwendung alter Sprachen auf den Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland“

 

8.  März 2019

1. Edwin Roth (Wiesbaden): „Das Christogramm in der römischen Münzprägung von 315 bis 353“

2. Leif Kullmann (Nackenheim): „Götterdarstellungen auf den Münzen der Severer“

 

12. April 2019                

Prof. Dr. Ulrich Hübner (Mainz): „Die Münzprägung der Hasmonäer im hellenistischen Palästina“

 

10. Mai 2019

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Die Münzen der russischen Zaren von Alexander I. bis Nikolaus II.“

 

14. Juni 2019

Dr. Andreas Kaiser (Osnabrück): AT „Was bei Auktionen alles schieflaufen kann: Erfahrungen eines Auktionators“

 

13. Juli (Samstag) 2019

Jahresausflug (Bad Wimpfen)

Abfahrt 8:45 Uhr,  Koblenzer Straße/Lucy-Hillebrand-Straße, Einfahrt Fachhochschule

 

9. August 2019

Dr. Barbara Simon (Ludwigshafen): „Die ganze Welt an einem Ort - Weltausstellungen im 19. Jahrhundert und ihre Medaillen“

 

13. September 2019

Timo Kissinger, M.A. (Selzen):  „Ein neu entwickeltes Verfahren zur Digitalisierung römischer Fundmünzdaten“

 

11. Oktober 2019

Prof. Dr. Eckhart Pick: „Ferdinand Korn aus Mainz, Medailleur und Münzmeister: Wahrheit und Legende“

 

8. November 2019

Dr. Ulrich Klöppel (Aarbergen): „Die Vogelmännchen aus dem Rheinland, eine Übersicht zu Scheers Serie 56“

 

13. Dezember 2019

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

 

 

 

Jahresprogramm 2018

 

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Politische Krisen – numismatische Raritäten. Seltene Münzen aus der römischen Kaiserzeit bis Ende des 3. Jahrhunderts“ 

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen

Dr. Karl Ortseifen (Mainz): „Die Gedenkmünzen der USA in der sog. klassischen Phase 1892-1954, Teil II“

Dr. Frank Berger (Frankfurt): „Der Weg des Silbers: Von Potosi nach Frankfurt“

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Die Münzen der russischen Zaren von Peter dem Großen bis Paul (18. Jahrhundert)“

Dr. Rainer Albert (Speyer): „Die Befreiungshalle von Kelheim und ihre Bedeutung in der Numismatik“

Jahresausflug ( Lich und Kloster Arnsberg)

                               Abfahrt 9:00 Uhr,  Koblenzer Straße/Lucy-Hillebrand-Straße, Einfahrt Fachhochschule

Christian Stoess (Frankfurt): AT: „Vor 600 Jahren – 1418: Reichsmünzpolitik vs. Kurrheinischer Münzverein“

Prof. Dr. Wolfgang Dobras (Mainz): „Carl von Dalberg auf Medaillen seiner Zeit“

Ludwig Kranz (Mainz): “Kaiser Diocletian und seine Reformen“

 

9. November 2018

Dr. Elke Klöppel (Aarbergen): „Boudicca – Aufstand gegen die Römer“

 

14. Dezember 2018

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

Jahresprogramm 2017

 

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Ikonographie auf keltischen Münzen“

Mitgliederversammlung; im Anschluss zweiter Teil des Vortrages

Dr. Karl Ortseifen: Die Gedenkmünzen der USA in der sog. klassischen Phase 1892-1954

Rudolf Ritter (Mainz): „Das Geld von Deutsch-Ostafrika, Teil I: Ersatzmarken (token) und  Notmünzen“

Dr. Jürgen Wild (Bad Säckingen): „Neue Überlegungen zu Erzbischöflich-Mainzer Münzstätten in Westthüringen und ihren Prägungen“

Timo Kissinger (Selzen): „Die römischen Fundmünzen aus Rheinhessen“

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Vulkaneifel (Kreis Mayen- Koblenz): Geschichte und Numismatik“

Jahresausflug (Neckarsteinach und Hirschhorn)

Abfahrt  9.00 Uhr,  Parkplatz Universität, Ackermannweg/Koblenzer Str.

Dr. Barbara Simon (Ludwigshafen): „Die Münzprägung von Syrakus“

Marco Müller (Karlsruhe): „Was geschieht mit meiner Sammlung? – Lebenswerke schützen!“

Dr. Florian Haymann (Frankfurt): „Damnatio memoriae in nummis – zur bewussten Beschädigung der Kaiserbilder auf Münzen“

Dr. Ulrich Klöppel (Aarbergen): „Ungeliebt? - Münzfälschungen aus 2600 Jahren“

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

 

Jahresprogramm 2016

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Kinderdarstellungen auf römischen Münzen“

Mitgliederversammlung; im Anschluss Kurzbeiträge von Mitgliedern

Horst-Dieter Müller (Friedrichsdorf): „Die Münzen von Hessen-Kassel und ein Blick in seine Geschichte“

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Die Münzen von Hessen-Darmstadt im 18. Jahrhundert“

Markus Floeth (Mainz): Neue Erkenntnisse zu Euro-Fälschungen (AT)

Dr. Jürgen Wild (Bad Säckingen): „Erzbischöflich-Mainzer Münzstätten in Westthüringen und ihre Prägungen“

Jahresausflug (Wetzlar und Herborn) ( Samstag! )

Gunter Walde (Ludwigshafen): „Die städtische Münzprägung Erfurts“

Dr. Karl Ortseifen (Mainz): „Das Münzwesen der USA, Teil II: Die Gedenkmünzen der sog. klassischen Phase (1892-1954)“

Allgemeiner Beratungsabend

Dr. Elke Klöppel (Aarbergen): „Matilda: Deutsche Kaiserin, Königin von England“

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

 

Jahresprogramm 2015

 

Dr. Barbara Simon, Ludwigshafen: „Die Außenpolitik des Augustus im Spiegel der Münzen"

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen; im Anschluss Kurzvortrag von Dr. Ortseifen, Mainz: „'Vigo' und Zum Hintergrund der entsprechenden britischen Prägungen von 1702/03 und 1745/46"

Dr. Ursula Kampmann, Lörrach: „Sizilien - Heimat der schönsten Münzen aller Zeiten"

Christian Stoess, Frankfurt: „Zur Mainzer Guldenprägung im späten Mittelalter"

Reinhard Goldschmidt, Karlsruhe: „Der Rappenmünzbund"

Dr. Rainer Albert, Speyer: „31 v. Chr. - Die Erringung der Weltherrschaft durch Octavian/ Augustus"

Jahresausflug (Limeskastell Pohl, Nassau, Kloster Arnstein)

Rudi Zang, Mainz: „Kleopatra VII. und das Ende des Ptolemäerreiches"

Dr. Joachim Zeitz, Bad Homburg: „Albert de Jaeger und seine Medaillenkunst"

Workshop (II) für Schülerinnen und Schüler zur Bestimmung spätrömischen Münzen (Leitung Ludwig Kranz, Mommenheim) Ludwig Kranz

 

Berichte

Rückblik

Die Mitgliederversammlung am 9. Februar 2018 wählte folgenden Vorstand: Erster Vorsitzender Dr. Karl Ortseifen; Zweiter Vorsitzender Prof. Dr. Eckhart Pick; Schatzmeister Jürgen Flöte; Schriftführer Ludwig Kranz; Beisitzer Prof. Dr. Wilfried Back, Dr. Konrad Bech, Timo Kissinger, Brigitte Mohr. Für fünfzigjährige Mitgliedschaft sprach die Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden den Dr. Gerhard Brüggemann und Werner Hess Dank und Anerkennung aus.

 

Mitgliederversammlung 13. Februar 2015

Für seine Verdienste um die Gesellschaft als langjähriger Schatzmeister erhielt Jürgen Flöte die Ehrenmedaille der Numismatischen Gesellschaft Mainz-Wiesbaden.

 

Am 3. April 2014 veranstaltete die Numismatische Gesellschaft Mainz - Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Latein am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur einen Workshop zur Bestimmung spätrömischer Münzen. 43 Schülerinnen und Schüler nahmen mit Eifer an diesem Workshop teil, der in bewährter Weise von Ludwig Kranz unter Mitwirkung von Wilfried Back, Konrad Bech und Karl Ortseifen vorbereitet und geleitet wurde. Wie auch bei der Veranstaltung in Mainz im vergangenen Jahr durften die Teilnehmer die jeweils bestimmte Münze behalten. Es bleibt die Erwartung, dass die zu beobachtende Begeisterung der Schülerinnen und Schüler an römischen Münzen erhalten bleibt.

 

Darüber hinaus fand aus Anlass des VII. Römertags der Region Rheinhessen am 27. April 2014 in Mommenheim ein ähnlicher Workshop statt, der in Zusammenarbeit mit dem Verein „Historia Mommenheim e. V." gestaltet wurde. 25 interessierte Teilnehmer aller Altersstufen konnten nach der Bestimmung der jedem zugeteilten spätrömischen Münze diese als Grundstock einer Sammlung behalten.

Ludwig Kranz

 

Die Mitgliederversammlung beschloss am 14. Februar 2014, Eberhard Link in Anerkennung seiner fünfzigjährigen verdienstvollen Mitgliedschaft mit der Ehrenmitgliedschaft auszuzeichnen. Ludwig Kranz erhielt für besondere Verdienste um den Verein die Ehrenmedaille.

 

Medaillen

Medaille auf die jüdischen SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz

Zur Erinnerung an die mittelalterlichen jüdischen SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz sowie zur Förderung der Pflege ihres Erbes geben die Numismatischen Gesellschaften Mainz-Wiesbaden und Speyer die vorliegende Medaille heraus. Sie wurde gestaltet und geprägt von Victor Huster in Baden-Baden.

Seit dem 10. und 11. Jahrhundert sind jüdische Gemeinden in den drei rheinischen Städten nachgewiesen. Im 12. Jahrhundert schlossen sich diese Gemeinden zum sog. SchUM-Verband (Akronym aus dem jiddischen Schpira, Warmaisa und Magenza) zusammen, der in religiösen,  rechtlichen und kulturellen Fragen Vorschriften und Satzungen erließ („Takkanot-SchUM“), die für den gesamten aschkenasischen Raum galten. Die Gemeinden waren durch bedeutende Rabbiner und von ihnen geleitete Hochschulen Zentren jüdischer Gelehrsamkeit. Wenn es auch im Zeitalter der Kreuzzüge und Pestepidemien immer wieder zu Verfolgungen und Vertreibungen kam, blieben die SchUM-Gemeinden doch bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts bestehen. Erst durch die nachfolgenden Ausweisungen und Auswanderungen lösten sie sich auf.

 

Im Sinne einer Lesung aus einer Thorarolle stellt die Vorderseite der Medaille (zurückgerollte Seite rechts) vor dem Hintergrund eines Davidssterns auf gewelltem Pergament, die historischen Brüche symbolisierend,  wichtige mittelalterliche Erinnerungsorte der SchUM-Gemeinden vor (Ortsnamen in Iwrith und jiddisch). Für Speyer sind dies die Reste der alten Synagoge und der Mikwe vom Anfang des 12. Jahrhunderts, für Worms steht die alte Synagoge von 1174, die nach der Zerstörung im Dritten Reich 1961 rekonstruiert wieder eröffnet wurde. In Mainz erinnern die Grabsteine auf dem

„Judensand“ an die mittelalterliche Gemeinde, in der der berühmte Talmudlehrer Gerschom ben Jehuda (ca. 960-1028 bzw. 1040) wirkte; ihm verlieh man den Ehrentitel „Leuchte der Diaspora“ („Meor ha-Gola“).  Sein mittelalterlicher Gedenkstein steht stellvertretend für die vielen jüdischen Gelehrten der drei Gemeinden.

Die Rückseite (schmales Rollenende links) wendet sich dem neuen jüdischen Leben der drei Städte in der Gegenwart zu, wobei ihre Wahrzeichen eine identische räumliche Position einnehmen wie auf der Vorderseite.  Speyer und Mainz sind vertreten durch ihre neuen Synagogen von 2011 bzw.2010, wobei die aus den Lettern für „Keduschah“ (Heiligung) gestaltete expressive Fassadenarchitektur der neuen Mainzer Synagoge von Manuel Herz besonders hervortritt. Sie trägt am Eingang den Ehrennamen „Licht der Diaspora“ und stellt auf diese Weise den Bezug zur mittelalterlichen Gemeinde her. In Worms bleibt der alte jüdische Friedhof „Heiliger Sand“ bis zum heutigen Tag viel besuchter Erinnerungsort. Die Grabsteine von Rabbi Meir Maharam ben Baruch Rothenburg (links) und des Kaufmanns Alexander ben Schlomo Wimpfen (rechts) von 1307 sind besonders verehrte Ziele frommer Besucher, wie die aufgelegten „Kwitlekh“ (Fürbittzettel) zeigen. Neben den deutschen Ortsnamen der drei Städte erscheinen noch die Namen der herausgebenden numismatischen Gesellschaften sowie die Signatur des Medailleurs.

Es bleibt ein Wunsch der herausgebenden Vereine und des Medailleurs, dass dem seit 2012 in der Vorbereitung begriffenen Antrag der drei Städte, das Erbe der SchUM-Gemeinden in die Liste des UNESCO-Welterbes aufzunehmen, Erfolg beschieden sei.

Die Medaille zu ca. 215 g in Cu, Durchmesser 59 mm, Auflage 60, wird zum Preis von € 85 abgegeben. Silberabschläge zu ca. 200 g, 925 fein,  sind auf Bestellung (Frist 15.2. 2019) zum Preis von € 285 lieferbar.

Bestellungen richten Sie bitte an  Dr. Karl Ortseifen (Mainz) karl-ortseifen[at]t-online.de, Tel. 06131-35806

Medaille auf Albrecht von Brandenburg ( 1490 -1545) und den Marktbrunnen in Mainz (1526)

Medaille auf Albrecht von Brandenburg ( 1490 -1545) und den Marktbrunnen in Mainz (1526)

Aus Anlass des 500. Jahrestages der Wahl Albrechts von Brandenburg zum Erzbischof und Kurfürsten von Mainz (1514) gibt die Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden eine Medaille heraus, die von Victor Huster, Baden-Baden, gestaltet und in seinem Betrieb geprägt wurde. Bekanntlich hatte die Wahl Albrechts, nachdem er bereits die Stifte Magdeburg und Halberstadt übernommen hatte, im Jahr 1517 einen Ablasshandel zur Folge, der teilweise zur Finanzierung der Sondergenehmigung durch Rom diente und heftigen Widerspruch insbesondere durch Martin Luther erfuhr. Hierin liegt ein wesentlicher Anlass zur Reformation. Insofern fügt sich diese Medaille auch in das Themengebiet „Reformatio in nummis" ein.

Die Vorderseite der Medaille zeigt Albrecht von Brandenburg mit Kardinalsbirett nach einem Kupferstich von Albrecht Dürer aus dem Jahre 1523, bekannt als „Der große Kardinal“. Dürer porträtierte auf realistische Weise einen Kirchenfürsten, dessen Züge ausgeprägte Sinnenfreude erkennen lassen. Das quadrierte kleine Wappen des Kurfürsten zeigt unter dem Kardinalshut, Schwert, Kreuzstab und Bischofsstab die Wappen der Markgrafschaft Brandenburg, des Herzogtums Pommern, der Burggrafschaft Nürnberg und das Stammwappen Hohenzollern. Als Herzschilde erscheinen die Wappen der drei Stifte Mainz, Magdeburg und Halberstadt. Das hinterlegte Dreieck setzt den Bezug zur Rückseite der Medaille, die den von Albrecht 1526 gestifteten Marktbrunnen in Mainz zeigt. Der un-mittelbare Anlass der Stiftung des Brunnens, vermutlich gestaltet von dem Mainzer Bildhauer Peter Schro (ca. 1490-1542), waren das Ende des Bauernkrieges und der Sieg Kaiser Karls V in der Schlacht von Pavia. Als Marktbrunnen sollte er Zeichen sein für die Versöhnung zwischen Landesherrn und Mainzer Bürgertum und erscheint als Gesamtbild in seinem elegant nach oben strebenden Aufbau mit einer Marienstatue als bekrönendem Abschluss. Daneben werden aus der Fülle der Figuren- und Rankenornamentik an den Pfeilern zwei Motive, platziert um einen angedeuteten Brunnenschacht, hervorgehoben. Zum einen erscheint das Spottbild auf den trunkenen Bauern, der für seine Zügellosigkeit angeprangert wird. Bezeichnenderweise hält er neben einem Weinkrug auch einen Hahn als Symbol der Streitlust in den Händen und stößt im Sturz einen Wasserkrug um. Das zweite Motiv zeigt nebeneinander Köcher und Fiedelbogen, Laute und Hörnerbogen, um symbolisch auf die Kunst als eine das Kriegerische besiegende Kraft zu verweisen; darüber hinaus ist es als Anspielung auf die Kunstliebe des Kurfürsten zu verstehen. Die Medaille erscheint in Kupfer zu ca. 200 g im Durchmesser von 64 cm und ist für € 70 (zzgl. Versand) zu erwerben. Die Auflage beträgt 60 Exemplare. Silberabschläge zu ca. 214 g sind für €  234 + Mwst. auf Vorbestellung lieferbar. Bestellungen richten Sie bitte an karl-ortseifen[at]t-online.de (Tel. 06131-35806).

Karl Ortseifen

 

 

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